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Die Hallertau ist landschaftlich schön gelegen und mit vielen Kulturgütern wie Kirchen, Klöstern und Schlössern ausgestattet. Entlang der Deutschen Hopfenstraße sind straßenbegleitende Radwege vorhanden. An bestimmten Stellen gibt es Alternativstrecken um dem Autoverkehr zu entgehen. Die Deutsche Hopfenstraße führt durch das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt.
Wohl nur wenige Straßen lassen sich in ihrer historischen Entwicklung so in Einzelheiten verfolgen, wie die heutige Bundesstraße 301, die Deutsche Hopfenstraße.
Von der Ansiedlung unserer bajuwarischen vorfahren ( etwa um 500 n. Chr.) bis zum Jahre 1158 waren Handel und Verkehr des Gebietes nördlich der Amper ausschließlich nach Moosburg bzw. Landshut ausgerichtet. Die Bewohner waren niederbayrische Untertanen und mussten deshalb auch ihre Rechtsgeschäfte in Moosburg erledigen. Die Stadt Freising war mit schweren Lasten nur auf einem Umweg über Moosburg zu erreichen, vorausgesetzt, dass dort zu dieser Zeit bereits eine Brücke über die Amper führte.
Selbst als der Bischof von Freising am nördlichen Ufer der Amper Grundbesitz durch Schenkung erhielt, im Jahre 744 in Zolling, änderte sich zunächst nichts Wesentliches am Verkehr zwischen der Hallertau und Freising. Wollte jedoch ein Untertan in das Hochstift, so musste er sich durch einen Fährmann bei Zolling über die Amper setzen lassen.
Blättern wir einige hundert Jahre in der bewegten Geschichte dieser Straße weiter, so ist anzunehmen, dass das erste Auto um 1900 sich auf die hügelige Schotterstraße gewagt hat. Bereits 1950 ist die Frequenz auf der B 301 so stark, dass die Schotterstraße den Verkehr kaum zu bewältigen vermag. Am 27.12.1951 kommt es im Gasthaus Mally in Au i.d. Hallertau zur Gründung der „Interessengemeinschaft zur Verbesserung der Bundesstraße 301 (Hopfenstraße)“. Bei dieser Versammlung sind Presse, Rundfunk, Landtagsabgeordnete, Straßen- und Flussbauämter, die Oberste Baubehörde, Landräte, Bürgermeister, Kreistags- und Gemeinderatsmitglieder sowie sämtliche Interessenten geladen.
Die amerikanischen Besatzungssoldaten nennen die Straße wegen der vielen Rillen und Schlaglöcher geringschätzig „ Waschbrettstraße“. Der Weg, der sich prahlerisch Bundesstraße nennt, ist zu dieser Zeit in einem derart schlechten Zustand, dass die BMW München die Straße von Freising nach Abensberg als „Zerreißstrecke“ zur Erprobung ihrer neuen Motorradtypen wählt. Die neu gegründete Interessengemeinschaft entschließt sich, um den Ausbau der Straße voranzutreiben, eine Denkschrift in Bonn zu überreichen. Die neuen Streiter für die Straße argumentieren mit dem Reichtum und der Steuerkraft der Hallertau.
Die Interessengemeinschaft hat Erfolg: Am 04. Mai 1952 beginnen die Vorarbeiten an der Deutschen Hopfenstraße. Im März 1953 werden Geldmittel für den Ausbau der rund 50 km langen Hopfenstraße zur Verfügung gestellt.
Bereits im Dezember 1955 wird die Interessengemeinschaft auch auf literarischem Gebiet tätig. Sie versucht in Bonn zu erreichen, dass die B 301 die amtlichen Bezeichnung „Deutsche Hopfenstraße“ erhält. Diesem Begehren der „Deutschen Hopfenstraße“ wie sie scherzhaft vom damaligen Bundesminister genannt wurde, konnte allerdings noch nicht entsprochen werden, weil die Benennung nicht volkstümlich genug war.47 Jahre später, im Juli 2002, wird auf Initiative des Marktes Au i.d. Hallertau die Kennzeichnung der B 301 als „Deutsche Hopfenstraße“ aktiviert. Beinahe wäre die „Deutsche Hopfenstraße“ in Vergessenheit geraten, weil bisherige Kennzeichnungen an Straßen oder auf den Briefbögen der Gemeinden nach und nach verschwunden waren. Für die Hallertau als landschaftlich reizvolle, historisch gewachsene und kulturell interessante Region – geprägt vom Hopfen – bedeutet dieser Straßenzug eine wichtige Lebensader in einer Länge von fast 50 km.
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